FAQ Feuchträume

Wir beantworten Ihre Fragen! Schicken Sie uns Ihre Frage zur Ausführung von Leistungen im Innenausbau an info@ausbaupraxis.de. Sie wird mit Antwort in die FAQ des jeweiligen Themengebiets aufgenommen - gegebenenfalls nach Rücksprache mit weiteren Profis.  

Müssen Zementbauplatten in Nassräumen vollflächig abgedichtet werden?

Ja! Auch Zementplatten müssen vollflächig abgedichtet werden. Beton ist ein poröser Werkstoff. Wasser kann ihm selbst zwar nichts anhaben, aber Wasser dringt durch die Platte in den Wandhohlraum ein. Die Folge davon sind korrodierte Metallprofile und durchnässte Dämmstoffe. Damit wird das Bad über kurz oder lang zum Sanierungsfall.

Können Wedi-Platten auf Metallständerwände montiert werden?

Ja! Hartschaumplatten können unbeschränkt auf Ständerwerk montiert werden, wenn Eigenheiten der Platte bedacht werden. Dazu müssen Plastikteller benutzt werden, die auf die Schrauben gesteckt werden, damit der Kopf nicht „durchschlägt“.

Wenn Wedi-Platten mit 12,5 mm Stärke eingesetzt werden, muss mit dem halben Ständerabstand von 31,25 cm gebaut werden. Ab 3 cm Stärke kann mit 62,5 cm Ständerabstand gebaut werden.

Kann man großformatige Fliesen mit der Batzenmethode verlegen?
Nein, denn dann kann ein vollflächiger Mörtelauftrag nicht sichergestellt werden. Das kann zu Hohlklang beim Begehen des Bodens und zum Bruch bei punktueller Belastung führen. Hier muss immer das Buttering-Floating-Verfahren zum Einsatz kommen.
Welchen Mörtel sollte man verwenden, wenn große Fliesen verlegt werden sollen?
Weil die Feuchtigkeit unter großen Fliesen und Platten kaum abtrocknen kann, sollte man für große Fliesen schnell erhärtende und trocknende Dünnbettmörtel auf der Basis von Aluminatzement und Calciumsulfat verwenden, die in der Lage sind, die Feuchtigkeit in Form von Kristallen zu binden. Unter Umständen müssen hier aber auch Spezialklebemörtel zum Einsatz kommen.
Feuchtraumausbau in Trockenbauweise: Wie verhindert man Rost an der Unterkonstruktion?

Für den Ausbau von nässe- oder chemikalienbeanspruchten Räumen müssen spezielle korrosionsgeschützte Profile eingesetzt werden. Die sogenannten C3- oder C5-Profile verfügen über spezielle Beschichtungen, die sie vor Rost schützen. Im Beitrag Trockenbauprofile: Das richtige Material für feuchte Räume finden Sie Hinweise zur Auswahl der richtigen Profile für den Feuchtraumausbau; der Beitrag Trockenbauprofile: Montage in feuchten Räumen gibt Tipps zu ihrer Verarbeitung.

Können korrosionsgeschützte Trockenbauprofile bei der Montage genauso verarbeitet werden wie Standardprofile?

Nein! Bei der Lagerung und bei der Verarbeitung muss darauf geachtet werden, dass die Oberfläche nicht beschädigt wird (z.B. durch Biegen oder mechanische Einwirkung). Außerdem sind die Schnittkanten nicht beschichtet und müssen nachbehandelt werden. Der Beitrag Trockenbauprofile: Montage in feuchten Räumen beschreibt die  fachgerechte Bearbeitung von C3- und C5- Profilen.

Können im Bad Trockenestriche eingebaut werden?

Ja! Trockenestriche bieten sich beim Bauen im Bestand geradezu an. Allerdings müssen Besonderheiten bedacht sein. Im privat genutzten Bad lassen sich Gipsfaser-Trockenestriche zu einem vernünftigen Preis-/ Leistungsverhältnis einsetzen. Ihre Anfälligkeit gegen mechanische Lasten ist geringer als die von Gipsplattenmaterial. Voraussetzung dafür ist natürlich der fachgerechte Einsatz von Abdichtungssystemen. Sollte die Beanspruchung durch Wasser höher sein (gewerblich genutzte Räume, bauaufsichtlich geregelter Bereich) kommen nur noch Trockenestriche aus Zementplatten in Frage.

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