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Grundwissen Bauelemente

Als allgemeine Definition von Bauelementen kann man sagen: Bauelemente kennzeichnen alle Einzelkomponenten eines Baukörpers, die dem Verschließen der Bauwerksöffnungen dienen, also etwa Fenster, Türen, Bodentreppen oder auch Dachluken. Als wesentliche Bestandteile von Gebäuden erfüllen sie aber auch zusätzliche, wichtige Funktionen wie etwa Wärmeschutz oder Schallschutz und nicht zuletzt sind sie ein dominierender Teil der Gestaltung des Hauses.

Fenster

Die im Moment sehr nachgefragten großen Fenster lassen viel Sonnenlicht ins Innere und gewährleisten eine ungehinderte Sicht ins Freie. Moderne Fenster müssen aber mittlerweile viel mehr bieten: nämlich maßgebliche Anforderungen an Lichteintrag, Wärme-, Schall- und Einbruchschutz erfüllen. Dabei gibt es durchaus widerstreitende Anforderungen.

Fenstertypen

Moderne Fenstertypen orientieren sich grob an den Aufbau eines Hauses und gliedern sich daher in Dachflächenfenster, Fassadenfenster und Kellerfenster. Die Fensterelemente erfüllen je nach Einsatzbereich spezifische Aufgaben. Wird der Kellerraum beispielsweise als nicht geheizter Lagerraum genutzt, stellen sich keine Anforderungen an den Wärmeschutz der Fenster. Ein zum Garten zugewandtes Fenster benötigt einen geringeren Schallschutz als ein Fenster, das zur stark befahrenen Straße zeigt.

Fenster – Material       

Die gängigsten Fenstermaterialien sind Holz, Kunststoff und Aluminium und Kombinationen daraus. Sie werden für die Herstellung der Fensterrahmen (Blend- und Flügelrahmen) benötigt.
 
Holz: Das beliebteste Fenstermaterial ist Holz. Holzfenster sind bekannt für eine hohe Stabilität und eine gute natürliche Dämmung. Das leicht zu verarbeitende Material weist ein vergleichsweise geringes Eigengewicht auf und bietet eine natürliche Ausstrahlung. Unterschieden wird zwischen Harthölzern (in der Regel Eiche) und Weichhölzern (Fichte, Lärche, Douglasie, Kiefer). Während Harthölzer beständiger gegenüber der Witterung sind, weisen Weichhölzer einen höheren Dämmwert auf.  Holzfenster bedürfen einer regelmäßigen Überprüfung und Pflege, um langfristig funktionstüchtig zu bleiben.
 
Kunststoff: Eine preiswerte Alternative zu den Holz- stellen Kunststofffenster dar. Im Fensterbau ist PVC der am häufigsten eingesetzte Kunststoff. Kunststofffenster weisen eine gute Beständigkeit gegenüber Regenwasser und UV-Strahlung auf, was die Pflege der Fensterelemente vereinfacht. Sie bieten aufgrund ihres Hohlkastenprinzips einen guten Wärmeschutz und sind zudem formstabil. Das Material lässt sich in der Herstellung einfach verformen und färben. Kunststoffstofffenster sind daher optimal beispielsweise für runde, ovale oder polygone sowie für bunte Fensterrahmen geeignet.
 
Aluminium: Aluminium ist nach Holz und Kunststoff das am dritthäufigsten eingesetzte Material. Aluminiumfenster sind trotz ihres geringen Eigengewichts sehr formstabil. Sie weisen eine gute Witterungsbeständigkeit auf, sind langlebig und dank hervorragender Recyclingeigenschaften auch nachhaltig. All diesen Vorteilen steht gegenüber, dass Aluminium ein guter Wärmeleiter und damit schlechter Wärmedämmer ist. Dieses Problem lässt sich einerseits dadurch mindern, dass die Rahmen als Hohlkammer ausgeführt werden. Bei den Kombiprodukten haben die Rahmen einen (dämmenden) Holzkern und eine schützende Alu-Haut. Aluminiumfenster gehören zu den teuersten Fenstern auf dem Markt.

Anforderungen an Fenster

Die wesentlichen Funktionen, die ein modernes Fenster aufzuweisen hat, betreffen den Wärmeschutz, den Schallschutz und den Einbruchsschutz.
 
Wärmeschutz: Fenster müssen optimale Werte im Bereich der Energieeffizienz aufweisen, besonders neu gebaute oder modernisierte Gebäude haben sich an die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu halten. Die Wärmeeigenschaften werden mit den drei Bestandteilen des Fensters (Verglasung, Rahmen, Dichtung) bestimmt:
Ug-Wert ➜ Wert der Verglasung
Uf-Wert ➜ Wert des Rahmens
Uw-Wert ➜ gesamter Wert des Fensters
Ein hoher Wärmeschutz liegt dann vor, wenn das Fenster einen möglichst niedrigen Uw-Wert aufweist.
 
Schallschutz: Für einen hohen Schalldämmwert müssen alle Fensterkomponenten optimal zusammenspielen. Generell gilt: Je höher der Glasanteil und je größer der Abstand zwischen den einzelnen Glasscheiben, desto höher der Dämmwert. Rund um die Verglasung begünstigen mehrere Dichtungsebenen ebenfalls einen höheren Wert. Sowohl der Übergang zwischen Blendrahmen und Fenster als auch der Wandanschluss sind sachgemäß abzudichten. Insgesamt zeigt ein schalldämmendes Fenster erst dann seine Wirkung, wenn es richtig eingebaut wird. Daher sollte der Einbau nur durch einen Fachmann/-frau erfolgen.
 
Einbruchschutz: Fenster bilden die Schwachstelle des Hauses und sind daher bei einer Vielzahl von Einbrechern als Einstieg sehr beliebt. Die Einbruchsmethoden reichen vom Aufhebeln der Fenster über das Durchstechen der Fensterdichtung bis hin zur kompletten Zerstörung der Verglasung. Für mehr Sicherheit sind Maßnahmen und Sicherheitssysteme zu wählen, die den Einbruch deutlich erschweren: So wirken Pilzkopfzapfen im Schließmechanismus einem Aufhebeln des Fensters entgegen. Abschließbare Fenstergriffe verhindern ein einfaches Öffnen, wenn die Scheibe eingeschlagen ist. Möglich ist ebenso eine Verglasung, die einen hohen Widerstandsfaktor aufweist und so kaum zerstörbar ist.  

Fenstersanierung

Fenster unterliegen einer durchgehenden Beanspruchung. Ob durch Wetter und Wind oder durch die Bedienung der Bewohner - über kurz oder lang nehmen die meisten Fenster trotz richtiger Pflege Schaden. Diese sollten frühzeitig erkannt und mit entsprechenden Maßnahmen behoben werden.
 
Rahmen: Holz- als auch Kunststofffenster neigen zu Rissbildungen. Schon kleine Schäden am Rahmen können dazu führen, dass Feuchtigkeit in diesen eindringt und das Fenster in seiner Funktionalität angreift. Daher sind Risse am Fenster ernst zu nehmen und schnellstmöglich zu behandeln. So sind gerade kleine Risse bei Rahmen aus Holz mittels Abschleifen, Auskitten und neuem Anstrich leicht zu beseitigen. Hingegen deuten Risse bei Kunststofffenster auf Einbaumängel und/oder auf eine mangelhafte Verarbeitung hin, was einen kompletten Austausch der Fenster zur Folge hat.
 
Dichtungen: Auf Dauer können Dichtungen spröde werden und ihre Funktion verlieren. Daher sind Abdichtungen einmal im Jahr auf Schäden hin zu überprüfen. Defekte rund um die Verglasung sollten nur unter fachlicher Aufsicht behoben werden, hingegen können Schäden am Blendrahmen und Silikonfugen auch in Eigenleistung behoben werden.
 

Verglasung: Eine Wärmeschutzverglasung besteht aus mehreren Scheiben. Dringt Feuchtigkeit aufgrund defekter Dichtungen in den Scheibenzwischenraum ein, wird die Verglasung trüb. Von allein kann die vorhandene Feuchtigkeit nicht mehr entweichen, der Schaden muss über kurz oder lang saniert werden. Ob eine Sanierung ausreicht bzw. sich rechnet oder ob sogar ein kompletter Austausch die bessere Wahl ist, müssen Sie als Fachmann beurteilen.

Ein doppelt verglastes Fenster (hier Dachflächenfenster) sorgt mit seiner zwischen den Scheiben eingeschlossenen Luft für bessere Wärmedämmeffekte. (Bild: Velux)

Ein doppelt verglastes Fenster (hier Dachflächenfenster) sorgt mit seiner zwischen den Scheiben eingeschlossenen Luft für bessere Wärmedämmeffekte. (Bild: Velux)


Dreifach verglaste Fenster dämmen noch besser, sind aber auch schwerer, was die Flügelgröße begrenzen kann. (Bild: Velux)

Dreifach verglaste Fenster dämmen noch besser, sind aber auch schwerer, was die Flügelgröße begrenzen kann. (Bild: Velux)



Dachflächenfenster sind in ihrer Lage innerhalb des Gespärres genau zu planen, damit die Sicherheit und der Komfort gewährleistet sind. (Bild: Velux)

Dachflächenfenster sind in ihrer Lage innerhalb des Gespärres genau zu planen, damit die Sicherheit und der Komfort gewährleistet sind. (Bild: Velux)


Verschattungsmöglichkeiten (z.B. Plissees) sind Pflicht bei Dachflächenfenster, die sind oft mit einer Verdunklung (Rollo) kombiniert werden. Besser sind außenliegende Systeme. (Bild: Velux)

Verschattungsmöglichkeiten (z.B. Plissees) sind Pflicht bei Dachflächenfenster, die sind oft mit einer Verdunklung (Rollo) kombiniert werden. Besser sind außenliegende Systeme. (Bild: Velux)

Weitere Infos:
 

Dachflächenfenster

Für Dachflächenfenster gilt analog das Gleiche wie für Fenster in Außenwänden. Allerdings kommen hier einige Besonderheiten dazu, zum Beispiel die Platzierung. Während die Wandöffnungen für den Einbau eines Fensters vorgegeben sind, sind Dachfenster theoretisch überall zwischen den Sparren montierbar. Entscheidende Parameter sind hier die Mindestbrüstungshöhe (90 cm) und die Bedienbarkeit des Dachflächenfensters bei Obenbedienung (200 cm). Je nach Dachneigung muss statt eines einteiligen Fensters ein zwei- oder mehrteiliges eingesetzt werden, um alle Sicherheits- und Komfortanforderungen zu erfüllen und dabei auch noch eine maximale Lichtausbeute zu erzielen.
Zweite Besonderheit bei Dachflächenfenstern ist die zwingend nötige Verschattungsmöglichkeit. Durch die große Glasfläche und die Dachneigung heizt sich das Dachgeschoss sonst mächtig auf. Hersteller wie Velux bieten Systeme für die Innenseite (Plissees, Rollos, Jalousien) und für  die Außenseite (Rollläden) an. Grundsätzlich sind die außenliegenden Systeme effektiver, denn sie lassen die Hitze gar nicht erst in den Innenraum rein. Bei innenliegenden Systemen hingegen staut sich die Wärme zwischen Glasfläche und Verschattung.
 

Türen

Türen verbinden und trennen Wohnräume. Sie halten nicht nur optisch einiges her, sondern verfügen  auch über wesentliche Eigenschaften. So sind moderne Türen mitverantwortlich für einen entsprechenden Wärmeschutz und weisen je nach Material ebenso hohe Schalldämmwerte auf.

Innentür - Material

Das wichtigste Qualitätsmerkmal einer Tür ist ihr Innenleben, die sogenannte Türeinlage. Sie legt nicht nur fest, wie stabil und beanspruchbar eine Tür ist, sondern bestimmt auch den Grad an Schall- und Wärmedämmung.
 
Wabentür: Innentüren mit einer Wabeneinlage stellen die billigste Variante dar. Hergestellt aus gestärkter Pappe sind sie zwar stabil, bieten allerdings kaum Wärme- und Schalldämmeigenschaften.
 
Röhrenspanstreifen: Hier werden einzelne Spanplattenstreifen, die durchgehend gelocht sind, eingelegt. Eine Türeinlage aus Röhrenspanstreifen weist eine höhere Stabilität auf als eine Wabentür, auch die Wärme- und Schalldämmwerte sind etwas besser, aber weiterhin sehr gering. 
 
Röhrenspanplatte: Hier handelt es sich um eine Vollspanplatte, die durchgehend gelocht ist. Türen in dieser Form sind wesentlich stabiler und auch beanspruchbarer. Sie haben gute Wärme- und Schalldämmeigenschaften und bilden daher den Standard bei Innentüren im Privatbereich.       
       
Vollspanplatte: Innentüren mit einer Vollspanplatte (ohne Lochung) als Einlage weisen hohe Werte im Bereich Schall- und Wärmedämmung auf und sind extrem stabil. Bedingt durch ihr hohes Gewicht werden Türen dieser Art meist als Wohnungseingangs- und auch Schallschutztür genutzt und weniger im Innenbereich. Ebenso kommen sie im öffentlichen Bereich, in Hotels, Schulen etc. zum Einsatz.
 
Massivholztür: Innentüren aus Massivholz verzeichnen gute Wärme- und Schalldämmwerte und sind trotz ihres geringen Eigengewicht (abhängig von der verwendeten Holzart) äußerst stabil.
 
Ist die Entscheidung für eine Türeinlage gefallen, kann diese mit verschiedenen Oberflächen versehen werden. In der Regel kommen Oberflächen aus CPL („continuos pressed laminate“) zum Einsatz. CPL ist sehr robust, pflegeleicht und in vielen Dekoren erhältlich. Ebenso beliebt sind Türen mit einer Weißlackierung. Weißlacktüren sind je nach Qualität robust und pflegeleicht. Eine exklusivere Variante stellen Innentüren mit Holzfurnier als Oberfläche dar. Furnierte Türen sind nicht ganz so beanspruchbar wie Oberflächen aus CPL, aber dennoch robust.
 
Weitere Infos:

Schiebetüren

Schiebetüren sind Türen, die keinen Schwenkbereich zum Öffnen brauchen, sondern seitlich entweder in oder vor die Wand geschoben werden. Die Lösung, bei der vor die Wand geschoben wird, ist sehr einfach realisierbar, da alle Montageschritte auf der vorhandenen Wand ausgeführt werden und die Türen inklusive der nötigen Rahmen und Laufschienen als Set angeboten werden. Allerdings sind hier die erreichbaren Schallschutzwerte zwischen den Räumen eher gering. Bei den Schiebetüren, die in die Wand eingeschoben werden, ist eine besondere, hohle Wandkonstruktion nötig, die mit sogenannten Schiebetür-Einbaukästen in Trockenbauweise erstellt wird. Ist dieser Kasten montiert, wird je nach dessen Ausführung die Wand mit Gipsplatten beplankt oder mit Gipsputz beschichtet. Schiebetüren sind besonders bei kleinen Räumen sinnvoll, wo eine Schwenktür nicht passt. Auch als barrierefreie Lösung ist eine Schiebetür besser als eine Schwenktür.
 

Je nach Einlage erfüllen Innentüren aus Holz auch gewisse Schallschutzanforderungen. Je schwerer die Tür, desto besser der Schallschutz. (Bild: Westag & Getalit AG)

Je nach Einlage erfüllen Innentüren aus Holz auch gewisse Schallschutzanforderungen. Je schwerer die Tür, desto besser der Schallschutz. (Bild: Westag & Getalit AG)

Glastüren sind angesagt, wenn es darum geht, dass möglichst viel Licht in die Räume gelangt. (Bild: Westag & Getalit AG)

Glastüren sind angesagt, wenn es darum geht, dass möglichst viel Licht in die Räume gelangt. (Bild: Westag & Getalit AG)

Schiebetüren sind platzsparend und weitgehend barrierefrei, sind in der Montage aber aufwändiger. (Bild: Eclisse)

Schiebetüren sind platzsparend und weitgehend barrierefrei, sind in der Montage aber aufwändiger. (Bild: Eclisse)

Haustür - Material

Die gängigsten Haustürmaterialien sind Kunststoff, Aluminium und Holz.  
 
Kunststoff: Haustüren aus Kunststoff punkten besonders im Bereich Wärmeschutz und Preis. Dank guter Dämmeigenschaften lässt das Material die Wärme aus den Wohnräumen  kaum entweichen. Weiterhin stellen Kunststofftüren eine preiswerte Variante dar und sind sehr pflegeleicht. Demgegenüber steht jedoch ein schlechter Schallschutz. Obendrauf ist Kunststoff sehr elastisch und kann sich mit den Jahren verformen. Um eine Deformierung zu verhindern und den Einbruchsschutz zu verbessern, muss die Haustür mit einem Stahlkern ausgestattet werden. 
 
Aluminium: Haustüren aus Aluminium sind äußerst formstabil, sehr wetterbeständig und pflegeleicht.  Einziges Manko ist die schlechte Dämmfähigkeit des Materials. Für einen ausreichenden Wärmeschutz sind Türrahmen aus Aluminium daher als Hohlkammerprofil ausgebildet und oft  mit einer zusätzlichen Isolierung versehen.              
 
Holz: Holz ist bekannt für seine warme, natürliche Ausstrahlung. Das Material ist besonders langlebig und verfügt über ausgezeichnete Dämmeigenschaften. Ein zusätzlicher Kern aus Stahl sorgt für den Erhalt der Struktur und verhindert (wie bei Kunststofftüren) ein Verziehen. Im Vergleich zu anderen Türen stellen Türen aus Holz eine pflegeintensive Variante dar. So ist in regelmäßigen Abständen eine Überarbeitung der Beschichtung Pflicht, wenn der anfängliche Zustand der Holztür erhalten bleiben soll.

Anforderungen an eine Haustür

Eine Haustür sollte besonders Schutz vor Einbruch bieten, hohe Wärme- und Schalldämmwerte verzeichnen und beständig gegenüber Witterungen sein. Grundlegend dabei ist das optimale Zusammenspiel von Rahmen, Türblatt, Abdichtung und Wandanschluss.
 
Einbruchschutz: Schutz vor Einbruch bieten Türen dann, wenn sie mit einer Widerstandsklasse ausgezeichnet sind. Eine sechsstufige Skala (WK1 – WK6) beschreibt dabei den Sicherheitsstandard. Im privaten Bereich werden Haustüren ab WK2 empfohlen. Dabei machen besonders Schließriegel, robuste Türbänder, Sicherungszapfen und Schlösser, die sich nicht aufbohren lassen, einen Einbruchsversuch schwierig.
 
Wärmeschutz: Haustüren erzielen dann hohe Dämmwerte, wenn entweder der Werkstoff selbst dämmend wirkt oder die Hohlkammern mit Luft oder Dämmstoff gefüllt sind. Wichtig ist auch, dass das Türblatt dicht an den umlaufenden Dichtungen anliegt. Der Türrahmen muss umlaufend entweder mit einer Mineralwolldämmung (Regel der Technik) oder mit dämmendem Montageschaum gegen das umgebende Mauerwerk gedämmt sein.           
 
Schallschutz: Für viel Ruhe sorgen Außentüren mit hohem Gewicht, da Masse dem Luftschall am besten trotzt. Auch hier ist eine umlaufend perfekte Dichtung (innen und außen!) wichtig. Eine einzige undichte Fuge reicht aus, den gesamten Schallschutz zunichte zu machen. Realisiert wird das auch mit mehreren Dichtungsebenen, die in die Türelemente eingebaut werden.
 
Beständigkeit: Moderne Türen aus Kunststoff, Aluminium oder Holz weisen von Natur aus besonders hohe Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse und mechanische Beanspruchungen auf. Holztüren brauchen einen regelmäßige Überarbeitung der Beschichtung/des Anstrichs.  

Türsanierung

Über kurz oder lang nehmen die meisten Türen trotz richtiger Pflege Schaden. Belanglose Makel an der Oberfläche können bereits durch kleinere Sanierungsmaßnahmen behoben werden. Beispielsweise ist es möglich, Furnierschäden mithilfe von Retuschierstiften zu beseitigen oder mit einem entsprechenden Blatt Furnierholz zu reparieren. Alternativ können auch vorhandene Löcher oder Risse bei Holztüren mit einer passenden Holzkitt ausgebessert werden.
 
Schäden von höherem Ausmaß führen häufig zu einem kompletten Austausch der Tür. Ein Austausch kann auch dann von Vorteil sein, wenn die heutigen Standards an Wärme- oder Schallschutz nicht ausreichend gegeben sind. Eine neue, gut gedämmte Haustür mindert einen hohen Energieverbrauch und senkt die damit verbunden Heizkosten.
 
Zum Teil verschlingt eine Sanierung von Innen- und Außentüren mehr Geld und Arbeit als ein kompletter Austausch. Daher sollte eine Sanierung mit Bedacht angegangen werden und bei eventuellen Unsicherheiten ein Fachmann für eine Begutachtung hinzugezogen werden.

Bodentreppen

Bodentreppen sind eine einfache Möglichkeit, von der oberen Wohnetage in den nicht ausgebauten Dachraum zu gelangen. Es gibt sie als fertiges Einbau-Set, das nach Größe der Deckenöffnung bestellt werden kann, wenn die Standardgrößen nicht passen. Während die Systeme in sich in der Regel in wärmegedämmter und luftdichter Ausführung angeboten werden, ist beim Einbau vor allem der luftdichte Anschluss des Futterkastens an die Decke sorgfältigst auszuführen. Die allermeisten Bodentreppen sind aus Holzwerkstoffplatten gefertigt, die nötige Wärmedämmung übernimmt eine Schicht PUR-, EPS- oder auch XPS-Schaum. Gute Hersteller können die Eigenschaften ihrer Produkte hinsichtlich des Wärmeschutzes und der Luftdichtheit per Prüfzeugnis nachweisen.

Autor:

Ulrich Wolf
Redaktion AUSBAUPRAXIS
 
Keyvisual und Teaserbild: Westag & Getalit AG
 

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