Barrierefreie Türen: Der Weg ist das Ziel

  • Raumhohe Gleittüren bieten in Sachen Barrierefreiheit und Durchgangsbreite den größtmöglichen Spielraum. 
Foto: Raumplus

    Raumhohe Gleittüren bieten in Sachen Barrierefreiheit und Durchgangsbreite den größtmöglichen Spielraum. Foto: Raumplus

  • Bei der Gleittürlösung ist der Schallschutz gegenüber den Flügeltüren aufgrund der leichteren Bauart schlechter.
Foto: Raumplus

    Bei der Gleittürlösung ist der Schallschutz gegenüber den Flügeltüren aufgrund der leichteren Bauart schlechter. Foto: Raumplus

  • Die Laufschienen von Gleittüren müssen im Boden versenkt sein, damit keine störende Schwelle entsteht.
Foto: Raumplus

    Die Laufschienen von Gleittüren müssen im Boden versenkt sein, damit keine störende Schwelle entsteht. Foto: Raumplus

Raumhohe Gleittüren bieten in Sachen Barrierefreiheit und Durchgangsbreite den größtmöglichen Spielraum. Foto: Raumplus

Das sind die wichtigsten maßlichen Vorgaben:

Bei der nutzbaren lichten Öffnungsbreite, die bei Rollstuhlnutzung größer als 90 cm sein muss, ist es bei Drehflügeltüren wichtig, dass diese über 90° zu öffnen ist, da sonst der Türdrücker im Weg hängt. Ohne Rollstuhlnutzung muss die lichte Breite nur 80 cm betragen. Die lichte Öffnungshöhe über OFF muss in jedem Falle mindestens 205 cm betragen, die Türlaibung ein Mindestmaß von 26 cm aufweisen. Bei den Türdrückern und –griffen gelten 85 cm als ideale Griffhöhe, in begründeten Ausnahmefällen kann auch eine Griffhöhe bis 105 cm zulässig sein. Damit die Drücker gut erreichbar sind, müssen sie zusätzlich definierte Abstände zu Bau-, Ausrüstungs- und Ausstattungsteilen aufweisen. Hier gilt das Maß von 50 cm für alle Türen sowohl innerhalb wie außerhalb von Wohnungen.

  • Bei sogenannten Klapptüren ist das Türblatt asymmetrisch zweigeteilt.
Foto: Küffner

    Bei sogenannten Klapptüren ist das Türblatt asymmetrisch zweigeteilt. Foto: Küffner

  • Die notwendigen Bedienkräfte des Rollstuhlfahrers werden so minimiert.
Foto: Küffner

    Die notwendigen Bedienkräfte des Rollstuhlfahrers werden so minimiert. Foto: Küffner

  • Zweitens hat die Tür nicht den großen Schwenkbereich einer normalen Tür.
Foto: Küffner

    Zweitens hat die Tür nicht den großen Schwenkbereich einer normalen Tür. Foto: Küffner

  • Die Mindestdurchgangsbreite der Tür wird von Klapptüren eingehalten.
Foto: Küffner

    Die Mindestdurchgangsbreite der Tür wird von Klapptüren eingehalten. Foto: Küffner

Bei sogenannten Klapptüren ist das Türblatt asymmetrisch zweigeteilt. Foto: Küffner

Das sind die wichtigsten baulichen Parameter

Selbstverständlich sind Schwellen und Anschläge in den Türdurchgängen nicht zulässig. Ist eine Schwelle „technisch unabdingbar“, darf sie eingebaut werden, dabei aber eine Höhe von 20 mm nicht überschreiten. Bei erhöhten Schallschutzanforderungen darf es auch eine Halbrundschwelle bis 8 mm Höhe bei Wohnungseingangs- und Zimmertüren sein. Baulich aufwendiger ist die Einhaltung der Bewegungsflächen vor und hinter den Türen. Ein durchschnittlicher Rollstuhl mitsamt Fahrer wird mit 90 cm Breite und 130 cm Länge veranschlagt, wird er von einer Person begleitet, steigt die nötige Breite auf 150 cm, die Länge auf 175 cm. Rollstuhlfahrer sollen selbstständig eine Tür passieren können, deshalb ist vor und hinter der Tür eine für das Rangieren notwendige Fläche von 150 x 150 cm gefordert. Für übrige Nutzer, auch für solche mit Rollator, müssen 120 x 120 cm ausreichen.

Hier finden Sie Informationen zu automatischen barrierefreien Türen .

Hier finden Sie Informationen zu Anforderungen an barrierefreie Bauelemente .

Autor:

Ulrich Wolf
Redaktion ausbaupraxis.de


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