Gerüst aufbauen: So wird der Aufstieg perfekt

Es gibt im Handwerkerleben sicherlich vieles, an dem sich sparen ließe – die Arbeitssicherheit gehört definitiv nicht dazu. Das gilt auch und gerade für die Leitern, Gerüste und Plattformen, auf denen Sie täglich stehen. Wir haben für Sie einmal zusammengestellt, welche Qualitätskriterien eine gute Leiter in Sachen Arbeitssicherheit bieten muss, damit Sie sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren können.

Das Who is Who der Standsicherheit

Stufen-Stehleiter mit Plattform und Ablage. (Bild: Zarges GmbH)

Stufen-Stehleiter mit Plattform und Ablage. (Bild: Zarges GmbH)

Klappbare Arbeitsplattform mit Rädern. (Bild: Zarges GmbH)

Klappbare Arbeitsplattform mit Rädern. (Bild: Zarges GmbH)

Klappbare Montageplattform mit Treppenzustieg. (Bild: Zarges GmbH)

Klappbare Montageplattform mit Treppenzustieg. (Bild: Zarges GmbH)

Multifunktionsgerüst mit 4,40 m Arbeitshöhe. (Bild: Hailo)

Multifunktionsgerüst mit 4,40 m Arbeitshöhe. (Bild: Hailo)

Profile

Sämtliche Profile der Leitern und Gerüste sind aus stranggepresstem Aluminium hergestellt. Alu ist besonders leicht, die durch das Strangpressen möglichen Profilformen sorgen für die nötige Stabilität und Steifigkeit. Die Hersteller hochwertiger Produkte haben alle ein etwas anderes Rezept zur Alu-Legierung. Die glatte und dichte Oberfläche der Profile lässt sich im Übrigen besonders gut reinigen.

Verbindungen

Für die Stabilität extrem wichtig sind die Sprossen-Holm-Verbindungen. Bei Qualitätsgerüsten ist diese Verbindung rundum verschweißt. Bei den Leitern weisen diese Varianten eine Einbindung der Sprossen in die Holme mit passgenauer Bördelung an der äußeren Holmwandung auf. Für leichte Leitern reicht in der Regel auch eine einfache Verschraubung. Im Falle von Beschädigungen ist es günstig, wenn Anbauteile wie Führungsbeschläge, Gelenke und Griffe einzeln demontierbar sind.

Die Schweißnaht bei der Sprossen-Holm-Verbindung ist lückenlos. (Bild: Zarges GmbH)

Die Schweißnaht bei der Sprossen-Holm-Verbindung ist lückenlos. (Bild: Zarges GmbH)


Bei Leitern werden die Sprossen durch die Holme durchgeführt und gebördelt. (Bild: Zarges GmbH)

Bei Leitern werden die Sprossen durch die Holme durchgeführt und gebördelt. (Bild: Zarges GmbH)


Bei den leichten Leitern reicht auch eine Schraubverbindung durch eine stabile Kunststoffflansche. (Bild: Zarges GmbH)

Bei den leichten Leitern reicht auch eine Schraubverbindung durch eine stabile Kunststoffflansche. (Bild: Zarges GmbH)

Alle Verbindungsbeschläge sollten demontierbar sein, um sie bei Beschädigungen einfach auszutauschen. (Bild: Zarges GmbH)

Alle Verbindungsbeschläge sollten demontierbar sein, um sie bei Beschädigungen einfach auszutauschen. (Bild: Zarges GmbH)

Das Gerüst aufbauen – Aufstellung und Montage

Ein Gerüst aufzustellen, bedeutet immer einen Kompromiss zwischen möglichst einfachem Zusammenstecken und hoher Stabilität der Steckverbindung. Ideal ist es, wenn sich das Profil nach oben hin etwas verjüngt, damit der Aufsteckrahmen leicht einzufädeln ist. Zusätzlich ist das Profil leicht verformt, sodass es nach dem Gerüstaufbau möglichst wenig Spiel zwischen den beiden Rahmen gibt. Für die nötige Aussteifung des Gerüstes sorgen die Klauen. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu schmal sind, sonst verkanten sie sich nach dem Aufbauen des Gerüsts leicht und rutschen auf der Sprosse hin und her. Je breiter die Klaue, desto satter die Auflage, desto stabiler die Verbindung.

Bei den Stehleitern ist eine Montage nicht nötig, allerdings sorgt hier ein Gurtband dafür, dass die beiden Schenkel auch unter hoher Last nicht auseinander gedrückt werden können. Der neuralgische Punkt ist die Verbindung dieser Gurtbänder mit den Sprossen. Bei einer guten Leiter ist zur Sicherheit die Befestigungslasche im Profilinneren verankert, sodass die Kräfte auf die ganze Sprosse verteilt werden. Für die Stand- und Rutschsicherheit sorgen geriffelte und abgerundete Kunststofffüße – beides sollte man bei Leitern prüfen, bevor man sie beschafft und benutzt. Achten Sie bei den größeren Montageplattformen darauf, dass sie leicht demontierbar respektive klappbar sind. Sie sollten im aufgebauten Zustand auch in privaten Wohnungen türengängig sein. Markenhersteller bieten diese fahrbaren Plattformen mit einer Zentralbremse an, sodass Sie nicht alle vier Lenkrollen einzeln blockieren müssen. Eine Höhenverstellbarkeit der Plattform ist obligatorisch.

Die Holmenden am Gerüst sind gequetscht, um das Aufstecken zu erleichtern. (Bild: Zarges GmbH)

Die Holmenden am Gerüst sind gequetscht, um das Aufstecken zu erleichtern. (Bild: Zarges GmbH)

Je breiter die Klauen, desto weniger können sie sich verkanten. (Bild: Zarges GmbH)

Je breiter die Klauen, desto weniger können sie sich verkanten. (Bild: Zarges GmbH)

Eine Zentralbremse blockiert mit einem Tritt alle Räder. (Bild: Zarges GmbH)

Eine Zentralbremse blockiert mit einem Tritt alle Räder. (Bild: Zarges GmbH)

Autor

Ulrich Wolf
AUSBAUPRAXIS


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