Schallbrücke

Übertragung von Körperschall durch eine starre Verbindung zwischen mehrschaligen Bauteilen mit elastischer Zwischenschicht. Diese starre Verbindung können z.B. eine oder mehrere Schrauben sein, die die eigentlich guten schalldämmenden Eingenschaften mehrschaliger Bauteile beeinträchtigen.

Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

 
Schallschluckplatten

Schallschluckplatten sind im Deckenbereich meistens GK-Platten mit oben aufliegender Mineralfaser. Die Platten haben eine durchbrochene Sichtfläche, so dass hier der Schall durch die Platte hindurch treten kann. Die darüber liegende Mineralfaser ist der eigentliche schallschluckende Stoff, der die schalldämmenden Eigenschaften von Schallschluckplatten bestimmt.

Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

 
Schattenfuge

Als Schattenfuge bezeichnet man eine sichtbare Fuge zwischen zwei Bauteilen. Üblicherweise entstehen Schattenfugen dort, wo Trockenbauelemente gleitend an massive Bauteile angeschlossen werden, um den Bauteilen den nötigen Bewegungsfreiraum zu geben. Oft werden Schattenfugen als Gestaltungselemente eingesetzt, indem sie besonders betont werden.

 
Schimmelpilzbildung

Bei Tauwasser an Wandflächen auftretende Bildung von Schimmelpilzen. Folgende Bedingungen müssen außer dem Tauwasser noch gegeben sein: a) Temperaturen von 0° C - 50° C, bevorzugt der Bereich von 15° C - 30° C. b) Nahrung in Form von Proteinen. Diese sind immer in der Luft oder auf der Oberfläche der Bauteile vorhanden. c) Zeit. Pilze brauchen ca. eine Woche, um eine neue Fläche zu besiedeln.

Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

 
Schüttung

Loses Granulat mit Korngrößen zwischen 0 und 7 mm. Schüttungen dienen zum Ausgleich von Bodenunebenheiten. Sie wirken wärmedämmend und trittschallverbessernd. Das Granulat ist in der Regel natürliches geblähtes Gestein.

Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

 
Schwindriss

Schwindrisse sind Risse in Bauteilen (z.B. Holz, Beton oder Putz), die durch Verdunstung oder chemische Umsetzung von eingelagerter Flüssigkeit entstehen. Du das "Schwinden" kommt es zu veränderten Spannungsverhältnissen im Material. Die Schwindrissneigung hängt von der Verdunstungsgeschwindigkeit und dem auf dem Material lastenden Druck ab. Bei Lagerholz ist diese besonders ausgeprägt.

Quelle: Wikipedia

 
Sommerkondensation

Die Sommerkondensation ist ein besonderes Tauwasserrisiko für Unter- bzw. Kellergeschosse im Frühjahr und Frühsommer. An diese Räume angrenzendes Erdreich und die umgebende Luft erwärmen sich unterschiedlich schnell. Analog zum Erdreich erfolgt auch die Erwärmung von Unter- bzw. Kellergeschossen später und geringer als in den übrigen Geschossen. Durch übermäßiges Lüften, was vermeintlich zur schnelleren Erwärmung beiträgt, wird Außenluft mit einer höheren Luftfeuchte zugeführt. Dies führt in den Unter- bzw. Kellergeschossen zu Tauwasserbildung.

Quelle: Krüger, Erich W.: Konstruktiver Wärmeschutz. Niedrigenergie-Hochbaukonstruktionen, Köln 2000

 
Stelzlager

Stelzlager sind kreisförmige Scheiben aus Kunststoff, auf denen ein aus 4 Stegen bestehendes Fugenkreuz angebracht ist.

 
Stoffliche Verwertung

Von einer stofflichen Verwertung spricht man, wenn die Nutzung der stofflichen Eigenschaften der Abfälle angestrebt wird. Es werden somit Sekundärrohstoffe hergestellt und wieder in der Produktion eingesetzt. Stofflich werden u.a. Metalle, Kunststoffe, Glas und Papier verwertet.

Den Prozess nennt man im Sprachgebrauch auch Recycling.

 
Stoßlast

Eine Stoßlast ist eine plötzlich auftretende, mechanische Belastung von Bauteilen. Die DIN 4103 Teil 1 unterscheidet zwischen einer "weichen" (z.B. Anprall eines menschlichen Körpers) und einer "harten" (z.B. Aufprall eines harten Gegenstandes) Stoßbelastung für Wände. Bei beiden muss der Konstruktionsaufbau gewährleisten, dass die Ständerwand nicht aus der Befestigung herausgerissen werden kann und in ihrer gesamten Dicke nicht durchstoßen werden kann.

Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

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