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Gestalten mit Linoleum: Wände hoch!

Linoleum wird schon seit vielen Jahrzehnten im Innenbereich als Bodenbelag verwendet. Die Hauptvorteile liegen in der weichen und warmen Oberfläche, dem hohen Gehkomfort, der enormen Verschleißfestigkeit  und der guten Pflegeeigenschaften des Bodens.  Linoleum besteht aus den natürlichen Rohstoffen Leinöl, Pinienharz, Holz- und Korkmehl, Kalksteinmehl und Jute und ist deshalb zu 100% recycelbar. Drei Viertel der Rohstoffe stammen dabei aus erneuerbaren Quellen.

Der Belag hat wie das Mehrschichtprakett auch mittlerweile den Weg auf die Wand gefunden. Unter dem namen LinoWall xf² bekommen Sie im Fachhandel eine Linoleumbahn in den Maßen von 16,0 x 2,0 m und einer Dicke von 2 mm. Die Bahn wird an die Wand geklebt, dabei sind die gleichen Regeln im Umgang mit Linoleum zu beachten wie bei der Bodenverlegung auch (siehe unten).  das einzige für die Verwendung an der Wand zugelassene Linoleum – mit Bs2-d0 Brandzertifizierung. LinoWall xf² ist die natürliche Wandlösung in. Die Farben, überwiegend Pastell- und neutrale Töne wurden speziell entwickelt, um die Bodenbelagspalette des Herstellers Tarkett zu ergänzen und so einheitliche, stimmige Innenräume vom Boden bis zur Wand umsetzen zu können. Um die Robustheit der Oberfläche zu erhöhen, wird auf den Wandbelag im Herstellungsprozess ein mikromodifiziertes und verstärktes PUR-System aufgetragen, das  2-fach UV-vernetzt ist. Die Oberfläche wird so nochmals versiegelt und gehärtet, das erhöht die Resistenz gegen Schmutz und Abnutzung. Haupteinsatzgebiete für diese strapazierfähigen Beläge sind folgerichtig zum Beispiel Krankenhäuser, Schulen und Kitas. Aber auch im privaten Wohnungsbau kann er als Akzent an einzelnen Wänden eine echte Alternative zu den konventionellen Wandgestaltungselementen sein.

Die Rohstoffe im Linoleum sind alle natürlichen Ursprungs und nachwachsend, Linoleum ist deshalb komplett recycelbar. (Bild: Tarkett)

Die Rohstoffe im Linoleum sind alle natürlichen Ursprungs und nachwachsend, Linoleum ist deshalb komplett recycelbar. (Bild: Tarkett)

Die Farben beim Linoleum sind aufgrund des Herstellungsverfahren nicht ganz so grell und brillant wie bei Designböden. (Bild: Tarkett)

Die Farben beim Linoleum sind aufgrund des Herstellungsverfahren nicht ganz so grell und brillant wie bei Designböden. (Bild: Tarkett)

Die hohe Strapazierfähigkeit des Wandbelags prädestiniert ihn für hoch beanspruchte Bereiche wie etwa eine Kita. (Bild: Tarkett)

Die hohe Strapazierfähigkeit des Wandbelags prädestiniert ihn für hoch beanspruchte Bereiche wie etwa eine Kita. (Bild: Tarkett)

Auch im Wohnbereich ist der Belag für eine dekorative Wandgestaltung geeignet, sofern nicht alle Wände damit belegt werden. (Bild: Tarkett)

Auch im Wohnbereich ist der Belag für eine dekorative Wandgestaltung geeignet, sofern nicht alle Wände damit belegt werden. (Bild: Tarkett)

Tipps zum Umgang mit Linoleum


Lagerung

Die sachgemäße Lagerung und Handhabung der Bodenbeläge vor der Verlegung ist die Voraussetzung dafür, dass die verlegetechnischen Eigenschaften der Beläge erhalten bleiben. Linoleum kann bei der Einwirkung von zu hoher Feuchtigkeit aus dem Untergrund, der Luft oder dem Klebstoff mit Dimensionsänderungen reagieren. Diese Eigenschaft muss bei der Verlegung berücksichtigt werden. Die Lagerung sollte nicht unter 15° C in trockenen Räumen erfolgen. Rollenmaterial ist immer aufrecht stehend zu lagern um Druckstellen zu vermeiden. Elastische Wand- und Bodenbeläge sind in der Regel mit der Oberseite nach außen gewickelt. Konfektionierte Ware (zum Beispiel Fliesen) sind liegend auf einer ebenen Unterlage zu lagern. Dabei dürfen maximal 15 Kartons übereinander gestapelt werden.

Das Raum-Verlege-Klima

Eine wichtige Voraussetzung für die Handhabung, Verlegung und Klebung von elastischen Belägen stellen die klimatischen Bedingungen dar. Die Temperatur der Oberfläche des Untergrundes muss mindestens 15 °C, die der Raumluft mindestens 18°C betragen. Die relative Luftfeuchte darf 75 % nicht überschreiten, empfohlen wird ein Bereich zwischen 40 und 60 %. Das Raumklima muss ein bis zwei Tage vor, während und drei bis vier Tage nach der Verlegung konstant gehalten werden. In dieser Zeit ist der Belag vor direktem Wärmeeinfluss (zum Beispiel Sonneneinstrahlung) zu schützen.

Zuschneiden/ Verlegen

Die Linoleumbahnen müssen zur Akklimatisierung abgelängt und bei einer Raumtemperatur von mindestens 18° C mit der Oberseite nach außen gerollt nicht unter 24 Stunden stehend am Verlegeort gelagert werden. Die Verklebung von Linoleum erfolgt grundsätzlich vollflächig auf dem wie vor beschriebenen Untergrund mit empfohlenen und freigegebenen Klebstoffen der niedrigsten Emissionsklassen.
 

Autor:

Ulrich Wolf
Redaktion Ausbaupraxis