Luftdichtschicht: So gelingen die Anschlüsse

Grundsätzliches zur Luftdichtschicht

Das Problem der Leckagen ist in der Regel kein Produkt- sondern vielmehr ein Ausführungsproblem. Markenhersteller von Luftdichtheit-Produkten bieten immer ein perfekt aufeinander abgestimmtes System von Dampfbremsfolien und den zugehörigen Klebebänder, Klebemassen und Kleberaupen an. Erste Grundregel für Sie als Anwender ist deshalb, bei Ihren Baustellen immer in einem System zu bleiben. Das ist keine Geldschneiderei der Unternehmen, sondern Notwendigkeit: Nur so ist gewährleistet, dass die Komponenten sich nicht nur ergänzen, sondern überhaupt erst funktionieren. Beispiel: Verwenden Sie für den Anschluss der LD-Schicht an den Giebel einen lösemittelhaltigen Primer von Marke X und eine wasserbasierte Klebemasse von Marke Y, ist das Ergebnis, dass der Kleber sich anlöst und seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. Außerdem geben die Hersteller nur dann ihre volle Garantie (bei Isover immerhin satte 50 Jahre), wenn Sie das komplette Programm nach Maßgabe des Herstellers verarbeiten.

Auch wer im System bleibt, kann natürlich noch eine Menge falsch machen. Wir haben deshalb für Sie die wichtigsten Verarbeitungstipps für die Ausführung der Luftdichtschicht.

 

1. Klebebänder nicht überdehnen
Wenn Sie die Klebebänder überdehnen, wird der gedehnte Klebefilm zu dünn, um die volle Klebkraft zu entwickeln. Das Band zieht sich nach dem Dehnen wieder zusammen, die Folie wirft Falten und der Stoß kann unter den Falten nicht mehr sauber abgedichtet werden. Klebebänder immer spannungsfrei auf die Folie zu kleben.

1. Klebebänder nicht überdehnen
Wenn Sie die Klebebänder überdehnen, wird der gedehnte Klebefilm zu dünn, um die volle Klebkraft zu entwickeln. Das Band zieht sich nach dem Dehnen wieder zusammen, die Folie wirft Falten und der Stoß kann unter den Falten nicht mehr sauber abgedichtet werden. Klebebänder immer spannungsfrei auf die Folie zu kleben.

2. V-förmiges Anschneiden, 
Schräg angeschnittene Tüllen an der Kartusche sorgen beim Kleberauftrag dafür, dass der Kleberstrang mit der Tülle gleich platt gedrückt wird und zu wenig Volumen für einen dauerhaft elastischen Anschluss bietet. Richtig ist es, die Tülle V-förmig einzukerben – der Klebestrang wird rund und bietet genügende Flexibilität bei Zugbelastungen.

2. V-förmiges Anschneiden,
Schräg angeschnittene Tüllen an der Kartusche sorgen beim Kleberauftrag dafür, dass der Kleberstrang mit der Tülle gleich platt gedrückt wird und zu wenig Volumen für einen dauerhaft elastischen Anschluss bietet. Richtig ist es, die Tülle V-förmig einzukerben – der Klebestrang wird rund und bietet genügende Flexibilität bei Zugbelastungen.

3. Andichten der Folie 
Einer der größten Fehler ist es, die Klebemassen zwischen Folie und angrenzenden Bauteilen per Finger oder Andrückrolle platt zu drücken. Dann bleibt zu wenig Volumen, um die Bewegungen der Untergründe rissfrei mitzumachen (siehe Tipp 3). Bei den Dichtbändern spielt das keine Rolle, die behalten ihr Volumen auch nach Anpressen mit der Rolle.

3. Andichten der Folie
Einer der größten Fehler ist es, die Klebemassen zwischen Folie und angrenzenden Bauteilen per Finger oder Andrückrolle platt zu drücken. Dann bleibt zu wenig Volumen, um die Bewegungen der Untergründe rissfrei mitzumachen (siehe Tipp 3). Bei den Dichtbändern spielt das keine Rolle, die behalten ihr Volumen auch nach Anpressen mit der Rolle.

4. Stoßverklebung der Folien 
Um eine Verschmutzung der Klebebänder zu verhindern, ziehen Sie von der Schutzfolie immer nur das notwendige Stück ab. Am Giebel drücken Sie das Band mit einem Spachtel bis in die Ecke rein. Für eine gute Klebeleistung drücken Sie anschließend die Bänder mit der harten Gummiwalze noch einmal sorgfältig fest.

4. Stoßverklebung der Folien
Um eine Verschmutzung der Klebebänder zu verhindern, ziehen Sie von der Schutzfolie immer nur das notwendige Stück ab. Am Giebel drücken Sie das Band mit einem Spachtel bis in die Ecke rein. Für eine gute Klebeleistung drücken Sie anschließend die Bänder mit der harten Gummiwalze noch einmal sorgfältig fest.

5. Anschluss Giebelwand
Häufig wird vergessen, den Stoß am Folienüberstand mit abzukleben. Das können Sie entweder mit Dichtmasse oder auch mit Klebeband tun. Alternativ können Sie einen durchgehenden Folienstreifen von etwa 20 cm Breite über die ganze Länge des Anschlusses verkleben – damit wird der Anschluss einfacher und oft sauberer.

5. Anschluss Giebelwand
Häufig wird vergessen, den Stoß am Folienüberstand mit abzukleben. Das können Sie entweder mit Dichtmasse oder auch mit Klebeband tun. Alternativ können Sie einen durchgehenden Folienstreifen von etwa 20 cm Breite über die ganze Länge des Anschlusses verkleben – damit wird der Anschluss einfacher und oft sauberer.

6. Eckverklebung Estrich
Beim Anschluss der Dampfbremsfolie an den Estrich sind besonders die Ecken Giebel/Boden fummelig. Schneiden Sie die Folie diagonal bis in die Ecke hinein auf und legen Sie dann die beiden Folienlappen rechtwinklig übereinander. Anschließend dichten Sie den gesamten Überlappungsbereich bis in die Ecke mit Klebemasse ab.

6. Eckverklebung Estrich
Beim Anschluss der Dampfbremsfolie an den Estrich sind besonders die Ecken Giebel/Boden fummelig. Schneiden Sie die Folie diagonal bis in die Ecke hinein auf und legen Sie dann die beiden Folienlappen rechtwinklig übereinander. Anschließend dichten Sie den gesamten Überlappungsbereich bis in die Ecke mit Klebemasse ab.

7. Rohrdurchdringung 1
Bei Rohrdurchdringungen geht es darum, auch die traufzugewandte Seite des Rohrs dicht zu bekommen. Bewährt hat sich, sich eine etwa 40 x 40 cm große Manschette mit angeschlossener und abgedichteter Rohranschlussfolie mit Hilfe der Klebemasse zu kleben und die auf der Unterseite zunächst aufzuschneiden.

7. Rohrdurchdringung 1
Bei Rohrdurchdringungen geht es darum, auch die traufzugewandte Seite des Rohrs dicht zu bekommen. Bewährt hat sich, sich eine etwa 40 x 40 cm große Manschette mit angeschlossener und abgedichteter Rohranschlussfolie mit Hilfe der Klebemasse zu kleben und die auf der Unterseite zunächst aufzuschneiden.

8. Rohrdurchdringung 2
Dann können Sie die vorgeklebte Manschette um das Fallrohr herum legen und sie zunächst mit Klebeband sauber an die Luftdichtschicht anschließen. Der Schnitt liegt jetzt gut erreichbar auf der Raumseite und kann jetzt ganz einfach mit Klebeband wieder abgeklebt und abgedichtet werden. Auch hier ohne Zugspannung arbeiten.

8. Rohrdurchdringung 2
Dann können Sie die vorgeklebte Manschette um das Fallrohr herum legen und sie zunächst mit Klebeband sauber an die Luftdichtschicht anschließen. Der Schnitt liegt jetzt gut erreichbar auf der Raumseite und kann jetzt ganz einfach mit Klebeband wieder abgeklebt und abgedichtet werden. Auch hier ohne Zugspannung arbeiten.

8. Kehlbalkenanschluss 1
Bei den Kehlbalkenanschlüssen funktioniert es ähnlich wie bei den Rohren. Nur schneiden Sie hier in der Manschette die Konturen der Balken nicht komplett aus, sondern nur X-förmig ein. Dann haben Sie vier genügend große Folienlappen, die Sie wieder zunächst mit Klebemasse, anschließend mit Klebebändern an die Balken anschließen.

8. Kehlbalkenanschluss 1
Bei den Kehlbalkenanschlüssen funktioniert es ähnlich wie bei den Rohren. Nur schneiden Sie hier in der Manschette die Konturen der Balken nicht komplett aus, sondern nur X-förmig ein. Dann haben Sie vier genügend große Folienlappen, die Sie wieder zunächst mit Klebemasse, anschließend mit Klebebändern an die Balken anschließen.

9. Kehlbalkenanschluss 2
Auch hier schneiden Sie die vorgefertigten Manschetten seitlich auf, damit Sie sie um die (oft als Doppelzange) ausgeführten Kehlbalken legen können. Den Schnitt dichten Sie anschließend mit Klebeband ab, ebenso den Anschluss der ausgeschnittenen Folienlappen an das Holz. Die Klebebänder mit der Gummiwalze nachdrücken.

9. Kehlbalkenanschluss 2
Auch hier schneiden Sie die vorgefertigten Manschetten seitlich auf, damit Sie sie um die (oft als Doppelzange) ausgeführten Kehlbalken legen können. Den Schnitt dichten Sie anschließend mit Klebeband ab, ebenso den Anschluss der ausgeschnittenen Folienlappen an das Holz. Die Klebebänder mit der Gummiwalze nachdrücken.

11. rissige Balken
Bei rissigen Balken ist es wichtig, die Klebeoberfläche zunächst mit Drahtbürste oder Schleifpapier zu reinigen. Risse müssen Sie mit Klebemasse füllen. In alle Ecken Kleber-Dichtpunkte setzen, dann Klebebänder rundum hälftig auf Folie und Balken setzen. Die Überstände einschneiden, dann folgt die Verklebung der Bänder rund um den Balken.

11. rissige Balken
Bei rissigen Balken ist es wichtig, die Klebeoberfläche zunächst mit Drahtbürste oder Schleifpapier zu reinigen. Risse müssen Sie mit Klebemasse füllen. In alle Ecken Kleber-Dichtpunkte setzen, dann Klebebänder rundum hälftig auf Folie und Balken setzen. Die Überstände einschneiden, dann folgt die Verklebung der Bänder rund um den Balken.

12. Kabeldurchdringungen
Bei der Durchführung mehrerer Kabel müssen Sie vor allem die Kabelzwischenräume reichlich mit Klebemasse ausspritzen. Die Kabel anschließend mit einem Stück Klebeband umwickeln. Den ganzen Strang dichten Sie dann gegen die Folie ebenfalls mit Klebemasse ab, bevor Sie mit zwei halbrund ausgeschnittenen Klebebändern das Ganze an die Folie anschließen.

12. Kabeldurchdringungen
Bei der Durchführung mehrerer Kabel müssen Sie vor allem die Kabelzwischenräume reichlich mit Klebemasse ausspritzen. Die Kabel anschließend mit einem Stück Klebeband umwickeln. Den ganzen Strang dichten Sie dann gegen die Folie ebenfalls mit Klebemasse ab, bevor Sie mit zwei halbrund ausgeschnittenen Klebebändern das Ganze an die Folie anschließen.

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