Spanndecken: Gestalten Sie Decken on top

  • Das Integrieren von Leuchtelementen ist bei Spanndecken kein Problem, muss aber vor der Montage genau geplant werden.
(Foto: Spanndecken Baumann)

    Das Integrieren von Leuchtelementen ist bei Spanndecken kein Problem, muss aber vor der Montage genau geplant werden. (Foto: Spanndecken Baumann)

  • Mit textilen Spannelementen versehene Deckensegel wirken akustisch als guter Schallabsorber.
(Foto: Spanndecken Baumann)

    Mit textilen Spannelementen versehene Deckensegel wirken akustisch als guter Schallabsorber. (Foto: Spanndecken Baumann)

  • Bespannt werden können auch Wände, besonders in Verbindung mit Digitaldruck eine attraktive Lösung. 
(Foto: Spanndecken Baumann)

    Bespannt werden können auch Wände, besonders in Verbindung mit Digitaldruck eine attraktive Lösung. (Foto: Spanndecken Baumann)

Das Integrieren von Leuchtelementen ist bei Spanndecken kein Problem, muss aber vor der Montage genau geplant werden. (Foto: Spanndecken Baumann)

Spanndecken: Unterschiedliche Materialien, unterschiedliche Optik

Auf dem Markt haben sich die Spanndecken in zwei Ausführungen durchgesetzt. Bei den textilen Spanndecken handelt es sich bei den hochwertigen Varianten um PU-beschichtetes Polyestergewebe, die bis zu einer Breite von 5,10 m hergestellt werden. Auf Spannung gebracht wird die passgenau zugeschnittene Gewebedecke dadurch, dass es von Hand mit einem speziellen Spachtel in ein umlaufend montiertes Kunststoffprofil eingedrückt wird. Das leicht elastische Material zieht sich nach und nach glatt. Selbst komplexe geometrische Raumgrundrisse sind auf diese Art zu bewerkstelligen. Besonderheiten wie Balken, Simse oder Stuck(zier)elemente sind gut in die Gesamtfläche einzubinden. Textile Spanndecken sind matt oder transluzent, farbig, bedruckt und flächig oder partiell hinterleuchtet – bei einigen Herstellern sind sie sogar mit Dispersionsfarben überstreichbar.

Bei den Lackspanndecken handelt es sich um wasserdichte und reißfeste PVC-Weichfolien auf Polymerbasis. Obwohl es auch hier matte Varianten gibt, werden Lackspanndecken hauptsächlich dann eingesetzt, wenn hohe Glanz- oder Spiegelungseffekte gefragt sind. Mit einem Reflexionsgrad von über 97% können sie niedrige Räume visuell höher erscheinen lassen. Die Bahnbreiten liegen zwischen 1,50 und 2,0 m, für größere Räume müssen die Bahnen miteinander verschweißt werden. Was die Gestaltungsmöglichkeiten wie Farbe oder Licht angeht, liegen textile Spanndecken und PVC-Spanndecken gleichauf, die Montage funktioniert bei letzteren aber komplett anders. Auch hier sind Wandprofile die tragenden Elemente, die Folie selbst wird aber etwa 5% in jeder Richtung kleiner gefertigt als die Raummaße, deshalb ist bei Lackspanndecken ein penibles Aufmaß essentiell wichtig. Durch starke Erwärmung des Raumes auf etwa 60 bis 65° C mittels eines Heizstrahlers wird die Folie weich und dehnbar, sie wird dann zunächst diagonal und dann über die Seiten in die Profile eingearbeitet. Wenn die Raumtemperatur wieder auf die üblichen Werte sinkt, schrumpft die Folie und zieht sich glatt.
Für den Innenausbau bieten beide Arten von Spanndecken ein hohes Maß an Gestaltungsspielraum bei relativ überschaubarem Montageaufwand.

Autor:
Ulrich Wolf
Redaktion ausbaupraxis.de


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