Wandanschlüsse: Vermeiden Sie Spannungen

  • Starrer Anschluss: Möglich bei einer Deckendurchbiegung unter 10 Millimetern. (Bild: Peter Wachs)

    Starrer Anschluss: Möglich bei einer Deckendurchbiegung unter 10 Millimetern. (Bild: Peter Wachs)

  • Um Bauteilbewegungen auszugleichen, sollten die CW-Ständerprofile um 15 Millimeter verkürzt in das UW-Anschlussprofil eingestellt werden. (Bild: Peter Wachs)

    Um Bauteilbewegungen auszugleichen, sollten die CW-Ständerprofile um 15 Millimeter verkürzt in das UW-Anschlussprofil eingestellt werden. (Bild: Peter Wachs)

  • Gleitender Anschluss: Er wird dann notwendig, wenn die erwartete Deckendurchbiegung über 10 Millimetern liegt. (Bild: Peter Wachs)

    Gleitender Anschluss: Er wird dann notwendig, wenn die erwartete Deckendurchbiegung über 10 Millimetern liegt. (Bild: Peter Wachs)

  • L-Anschlüsse muss man verweden, wenn die erwartete Deckendurchbiegung über 20 Millimetern liegt. (Bild: Peter Wachs)

    L-Anschlüsse muss man verweden, wenn die erwartete Deckendurchbiegung über 20 Millimetern liegt. (Bild: Peter Wachs)

Starrer Anschluss: Möglich bei einer Deckendurchbiegung unter 10 Millimetern. (Bild: Peter Wachs)
  • Die erwartete Deckendurchbiegung liegt unter 10 Millimetern?
    Gut, dann müssen keine Bewegungsfugen berücksichtigt werden! Auch nach ATV DIN 18340 ist die Befestigung der Unterkonstruktion von Trennwänden als starrer angespachtelter Anschluss an Boden, Wand und Decke zulässig (Bild 1). Allerdings sollten Sie den Deckenanschluss mit einer Anschlussdichtung ausführen.
    Um geringen Bauteilbewegungen Raum zu verschaffen, müssen die CW-Ständerprofile um ≥ 15 mm verkürzt in das UW-Anschlussprofil eingestellt werden (Bild 2).
  • Die erwartete Deckendurchbiegung liegt über 10 Millimetern?
    Dann müssen Sie den Deckenanschluss gleitend ausführen (Bild 3). Die Schattenfuge zwischen Oberkante Beplankung und Deckenfläche sollte der Größe der zu erwartenden rechnerischen Deckendurchbiegung entsprechen.
    Die UW- Profile werden dann mit Bündeln verklebter Plattenstreifen in erforderlicher Dicke und Breite aufgefüttert und mit Fugenspachtel als Pressfuge an der Rohdecke befestigt. Die Wandbekleidung muss das Plattenstreifenbündel mindestens 20 mm überdecken. Die Mindestanschlussbreite beträgt nach DIN 4102-4: 1994-03, Tab. 47 für die Feuerwiderstandsklassen F30 bis F90 ≥ 50 mm.Achtung! Die Regelungen des Brandschutzes für eine Trennwand beachten! Bei Brandbeanspruchung darf die Höhe der Bewegungsfuge (Schattenfuge) 20 mm nicht übersteigen (siehe auch DIN 4102-4 Abs. 4.10.5).
  • Die erwartete Deckendurchbiegung liegt über 20 Millimetern?
    In diesem Fall sind schwerere Geschütze gefragt! UW-Anschlussprofile für gleitenden Deckenanschluss mit Flanschbreite 60 mm (nur bis zu einer Deckendurchbiegung bis 32 mm) oder L- Anschlussprofile sorgen für den nötigen Bewegungsspielraum (Bild 4).Achtung!  Diese Anschlüsse sind in den abP der Trennwände in der Regel nicht enthalten. Sie müssen deshalb zusätzlich brandschutztechnisch bewertet werden.

Autor:
Dipl.-Ing. Peter Wachs
Geprüfter Fachplaner und Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz,
Fachautor Trockenbau und Brandschutz

Weitere interessante Beiträge

7. Mai 2020

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:

 

Anschlussfugen: Gleitender Übergang

Die Anschlussfuge zwischen Montagewand und angrenzenden Bauteilen wie massive Wand oder Decken ist für Trockenbauer eine....mehr

 

Anschlussfugen abdichten: Immer flexibel bleiben

Anschlussfugen bei Gipsplattenkonstruktionen sollen stabil sein, dicht, dauerhaft rissfrei und am liebsten unsichtbar –....mehr

 

Trockenbau – Grundwissen

Der Trockenbau umfasst die Anfertigung raumbegrenzender Konstruktionen insbesondere für Wand, Decke und Boden. Die Umsetzung....mehr

Nach oben