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Ökologische Dämmstoffe: Dämmung mit Potenzial

Bei gut 7,2 % Marktanteil landeten ökologische Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen in 2011 (Marktanalyse der „Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe“, FNR), weit abgeschlagen hinter den Dämmstoffen auf mineralischer (47,6 %) und fossiler Basis (45,2 %). Hauptgewinner waren vor allem die Holzfaser-Dämmplatten, die aufgrund einer positiven Marktentwicklung bei den Häusern in Holzbauweise stark profitiert haben, da hier die Verbundbauweise sehr verbreitet ist.

Betrachtet man die Preise für einen Quadratmeter Dämmung von 10 cm, so wird deutlich, dass ein gerüttelt Maß an ökologischem Idealismus nötig ist, sich für natürliche Dämmstoffe zu entscheiden: Während der Bauherr für eine Mineral- oder EPS-Dämmung zwischen fünf und acht Euro pro Quadratmeter ausgeben muss, sind es bei Holzfaser-Dämmplatten schon 15 bis 25 Euro. Selbst die XPS- (10 bis 16 Euro) und die PUR-Dämmung (14 bis 20 Euro) sind noch kostengünstiger. Allerdings arbeitet die Zeit für ökologische Dämmstoffe, denn die fossilen Rohstoffe für die Polystyrol-Produktion werden durch ihre absehbare Endlichkeit rapide teurer. Effizienter sind ökologische Dämmstoffe schon jetzt, da zu ihrer Herstellung wesentlich weniger Energie benötigt wird, als für die konventionellen Varianten.

Allerdings: Den idealen Dämmstoff – geeignet für jeden Einsatzbereich, gesundheitsverträglich, preisgünstig, ressourcenschonend, nachwachsend, feuerbeständig – gibt es nicht, weder in der Gruppe der natürlichen Dämmstoffe, noch bei den synthetischen Dämmstoffen. Bei der Auswahl gelten als vorrangiges Kriterium zuerst die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und natürlich die bauphysikalische Eignung des gewählten Dämmstoffs für den jeweiligen Einsatzzweck.

Die wichtigsten ökologischen Dämmstoffe mit den jeweiligen Kennwerten finden Sie unter Systeme für den Trockenbau.