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Säbelsägen: Durchschnittstypen!

Von all den Sägetypen, die es mittlerweile auf dem Markt gibt, ist die Säbelsäge für den Innenausbauer von größter Relevanz. Denn für ihn geht es vor allem um das schnelle Schneiden und Trennen von Baumaterialien, wobei das Material keine Rolle spielen sollte. Genau das ist der Einsatzbereich der Säbelsäge. Das scharfe säbelartige Sägeblatt durchtrennt nahezu alle Materialien, auch in schwer zugängigen Bereichen und Ecken. Dabei spielt eine große Rolle, dass die Sägeblätter auch unter starker Verformung ihren Job erledigen. Randnahe und bündige Schnitte sind somit im Gegensatz etwa zur Stichsäge problemlos möglich, was vor allem bei Demontagearbeiten eine große Rolle spielt. Schneiden lassen sich nahezu alle Materialien wie Holz, Metalle und Kunststoffe, die richtige Sägeblattwahl natürlich vorausgesetzt. Mit einem diamantsegmentierten Sägeblatt ist selbst die harte Keramik problemlos trennbar. Hochwertige Geräte bieten einen Pendelhub oder eine Hubzahlvorwahl, damit die Sägeleistung auf das jeweilige Material abgestimmt werden kann.

Wie funktioniert die Säbelsäge?

Die Säbelsäge wird durch einen Elektromotor angetrieben, der über ein Getriebe mit einem Exzenter verbunden ist. Die ursprünglich generierte Rotation des Motors wird über eine Pleuelstange an den Exzenter weitergegeben, der sie in einen geraden Schub für das Sägeblatt umwandelt. Die Hublänge der meisten Geräte liegt zwischen 25 und 29 mm, bis zu 2.000 Mal pro Minute wird diese Länge zurückgelegt. Die ideale Hublänge ist dabei immer ein Kompromiss zwischen einer möglichst geringen Vibration des Gerätes (kurzer Hub) und einer maximaler Sägeleistung (langer Hub). Wie bei allen Elektrowerkzeugen ist auch bei einer Säbelsäge die Leistungsaufnahme beziehungsweise die Volt- und Amperestunden-Zahl maßgebend für die entfaltete Kraft. Bei Säbelsägen ist vor allem die Zugkraft entscheidend, mit der das Sägeblatt durch das Material zurückgezogen wird. Nicht nur das Sägeergebnis wird bei steigender Zugkraft besser, das Gerät lässt sich auch besser handhaben. Für den Profialltag sollten es deshalb eine Säbelsäge mit mindestens 1.000 Watt Leistungsaufnahme beziehungsweise 18 Volt Akkuleistung sein, damit es keine tauben Arme gibt. Wie immer sind die Akku-Varianten aufgrund des fehlenden Netzkabels zwar wesentlich flexibler und praktischer, aber mitunter auch fast doppelt so teuer.

Mit integriertem Akku ist die Säbelsäge in der Sanierung ein sehr vielseitiger und flexibler Helfer. (Bild: Bosch)

Mit integriertem Akku ist die Säbelsäge in der Sanierung ein sehr vielseitiger und flexibler Helfer. (Bild: Bosch)

Der Spannhebel für den Werkzeugwechsel ist bei guten Geräten auch mit Handschuhen problemlos bedienbar. (Bild: Bosch)

Der Spannhebel für den Werkzeugwechsel ist bei guten Geräten auch mit Handschuhen problemlos bedienbar. (Bild: Bosch)

Bei der Werkzeugaufnahme hat sich bei allen Säbelsägen wie bei anderen Elektrowerkzeugen auch ein einfaches System durchgesetzt. (Bild: Bosch)

Bei der Werkzeugaufnahme hat sich bei allen Säbelsägen wie bei anderen Elektrowerkzeugen auch ein einfaches System durchgesetzt. (Bild: Bosch)

Was macht die Qualität einer Säbelsäge aus?

Neben den schon erwähnten Leistungsdaten der Säge sind es die kleinen Dinge, die den Umgang und das Arbeiten erleichtern. Das Sägeblatt sollte sich grundsätzlich werkzeuglos wechseln lassen, der Spannhebel für diesen Wechsel leicht erreichbar und nicht zu fummelig sein. Der Sägeschuh, der quasi das Widerlager für die Zugkräfte darstellt, ist im Idealfall verstellbar, und das ebenfalls werkzeuglos. Da ein großer und starker Motor in der Regel auch ein höheres Gewicht des Geräts bedeutet, ist ein Zusatzhandgriff gerade für den Profi in harten Sanierungsfällen überaus sinnvoll. Das gilt analog für die Dauerlauffunktion, die merkwürdigerweise nicht für alle Geräte verfügbar ist. Ein LED-Licht, das den Arbeitsbereich bei Bedarf ausleuchtet, ist ebenfalls gesetzt.
Die Preise für kabelgebundene Säbelsägen beginnen bei Markenprodukten bei etwa 120 Euro und enden bei 300 Euro. Eine Akku-Säbelsäge ist nicht unter 250 Euro zu bekommen, die Spanne reicht hier bis zu 700 Euro. Die Billigangebote asiatischer Hersteller sind dabei nicht berücksichtigt.

Autor:

Ulrich Wolf
Redaktion AUSBAUPRAXIS
 
 
Keyvisual und Teaserbild: Bosch
 

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