Wandgestaltungselemente Keyvisual

Stuckprofile: Fast wie echt

Lange war die glatte Wand die Wunschgestaltung vieler Bauherren, allenfalls mit einer kräftigen Farbe ließen sich einige noch locken. Doch der Trend dreht sich gerade: Immer mehr Hersteller gehen mit ihren Produkten auf die Wandfläche, allen voran die, die Zierelemente aus Kunststoff produzieren. Das was als Stuck-Imitat in den Übergängen zwischen Wänden und Decken begonnen hat, bringt immer mehr Varianten auf der Wand hervor. Dabei haben sich zwei Kunststofftypen durchgesetzt: EPS (expandiertes Polystyrol) und PUR (Polyurethan).

Zierprofile aus Styropor halten mit einem einfachen Styroporkleber an Wand und Decke. (Bild: Saarpor)

Zierprofile aus Styropor halten mit einem einfachen Styroporkleber an Wand und Decke. (Bild: Saarpor)


Je nach Ausladung müssen sie aber ebenfalls mit Stiften oder auch Stützen fixiert werden. (Bild: Saarpor)

Je nach Ausladung müssen sie aber ebenfalls mit Stiften oder auch Stützen fixiert werden. (Bild: Saarpor)

Mit schmalen Wandprofile werden eingesetzt um Kassetten und optische Trennungen an Wänden zu schaffen. 
(Bild: Saarpor)

Mit schmalen Wandprofile werden eingesetzt um Kassetten und optische Trennungen an Wänden zu schaffen.
(Bild: Saarpor)

Zierrosetten werden in der Regel direkt unter den Deckendurchlass für den Stromanschluss für die Deckenlampe geklebt. (Bild: Saarpor)

Zierrosetten werden in der Regel direkt unter den Deckendurchlass für den Stromanschluss für die Deckenlampe geklebt. (Bild: Saarpor)

Sogenannte Creativpaneele sind flächige Elemente, die entweder eine raue Holzoberfläche …(Bild: Saarpor)

Sogenannte Creativpaneele sind flächige Elemente, die entweder eine raue Holzoberfläche …(Bild: Saarpor)

… oder ein unregelmäßiges Mauerwerk imitieren. (Bild: Saarpor)

… oder ein unregelmäßiges Mauerwerk imitieren. (Bild: Saarpor)

Die Verarbeitung unterscheidet sich kaum

EPS ist mit 15-30 kg/m3 wesentlich leichter als PUR (200-300 kg/m3). Zum Verkleben an Wand und Decke reicht deshalb ein einfacher Styroporkleber auf Dispersionsbasis aus. Geklebt wird bei kleinen Klebeflächen mit Klebe punkten aus der Kartusche, bei großen Klebeflächen und ebenem Untergrund brauchen Sie einen Zahnspachtel und Kleber aus dem Eimer. Eine Zahngröße geben die Hersteller nicht vor. Je nach Ort der Verklebung (Decke) muss auch das leichte Element für die gesamte Trocknungszeit des Klebers (etwa 24 Stunden) abgestützt oder anderweitig fixiert werden. Das gilt auch für die dichteren PUR-Elemente. Um deren höheres Gewicht zuverlässig abzufangen, bieten die Hersteller hier einen wasserbasierenden Montagkleber an, mit dem nach der Klebung auch die Fugen gespachtelt werden. Mit beiden Klebern, also Styropor- und Montagekleber, lassen sich die Elemente auf nahezu alle saugenden Untergründe kleben. Das schließt auch Raufaser ein, sofern die noch sauber verklebt ist und fest sitzt. Für nichtsaugende Untergründe gibt es vom Zierelement-Hersteller entsprechende Extrakleber. Die Elementstöße müssen nicht verklebt werden, hier reicht in der Regel ein sauberes Verspachteln der Fuge.
Die Hersteller bieten für ihre jeweiligen Elemente spezielles Zubehör an, zum Beispiel für die schrägen Stuckelemente. Hier sorgt eine passende Gehrungslade dafür, dass die schräg verlaufenden Leisten sauber auf Gehrung geschnitten werden können.

Für die sauberen Gehrungsschnitte der schrägen Stuckprofile ist diese Lade gedacht. Die Ausladung des Profils kann an einem Anschlag eingestellt werden. (Bild: Saarpor)

Für die sauberen Gehrungsschnitte der schrägen Stuckprofile ist diese Lade gedacht. Die Ausladung des Profils kann an einem Anschlag eingestellt werden. (Bild: Saarpor)

Für das Schneiden von Styroporelementen ist eine besonders feinzahnige Säge von Vorteil. (Bild: Saarpor)

Für das Schneiden von Styroporelementen ist eine besonders feinzahnige Säge von Vorteil. (Bild: Saarpor)

Grundsätzlich sollte für das Verkleben immer der zum jeweiligen System gehörende Kleber eingesetzt werden. (Bild: Saarpor)

Grundsätzlich sollte für das Verkleben immer der zum jeweiligen System gehörende Kleber eingesetzt werden. (Bild: Saarpor)

Alle Zierelemente benötigen entweder vor oder auch nach dem Einbau einen Anstrich mit einer Dispersions-Wandfarbe oder einem Dispersionslack. Idealerweise sollten Sie die Elemente also verkleben, bevor Sie den ganzen Raum streichen. Kleine Dellen und Eindruckstellen lassen sich mit einer flexiblen Spachtelmasse gut ausbessern.

Die Integration von Licht ist denkbar einfach

Vor allem die Stuck-Zierprofile bieten eine hervorragende Möglichkeit, LED-Streifen ebenso unsichtbar wie wirkungsvoll einzusetzen. Einige Hersteller bieten diese LED-Variante als Komplettpaket an, bei dem neben den Leuchtbändern auch das Anschlussmaterial enthalten ist.

Das nach oben abstrahlende LED-Licht lässt den Raum optisch höher wirken. Es ist durch die Stuckleiste voll verdeckt. (Bild: Saarpor)

Das nach oben abstrahlende LED-Licht lässt den Raum optisch höher wirken. Es ist durch die Stuckleiste voll verdeckt. (Bild: Saarpor)

Die LED-Streifen werden zu den Lichtleisten dazu geliefert und können ganz einfach verbunden und angeschlossen werden. (Bild: Saarpor)

Die LED-Streifen werden zu den Lichtleisten dazu geliefert und können ganz einfach verbunden und angeschlossen werden. (Bild: Saarpor)

Die Galerie soll Ihnen zeigen, welche Möglichkeiten Sie mit Zierelementen bei der Beratung Ihres Kunden haben.

Coral aus Serie Arstyl (Bild: NMC Deutschland GmbH)

Coral aus Serie Arstyl (Bild: NMC Deutschland GmbH)

Ray aus Serie Arstyl (Bild: NMC Deutschland GmbH)

Ray aus Serie Arstyl (Bild: NMC Deutschland GmbH)

Wing aus Serie Arstyl (Bild: NMC Deutschland GmbH)

Wing aus Serie Arstyl (Bild: NMC Deutschland GmbH)

Creativstein Wood, dunkel gebeizt (Bild: Saarpor)

Creativstein Wood, dunkel gebeizt (Bild: Saarpor)

Creativstein Stone, Farbton sierra (Bild: Saarpor)

Creativstein Stone, Farbton sierra (Bild: Saarpor)

Zierprofil Melissa als Wandkassette (Bild: Saarpor)

Zierprofil Melissa als Wandkassette (Bild: Saarpor)

Kombinierte Wand- und Stuckprofile (Bild: Saarpor)

Kombinierte Wand- und Stuckprofile (Bild: Saarpor)

Autor:

Ulrich Wolf
Redaktion AUSBAUPRAXIS

Keyvisual und Teaserbild:  NMC Deutschland GmbH