Restrisiken durch die alleinige sensorische Absicherung auf der Bandseite (links) und Restrisiken durch die alleinige sensorische Absicherung auf der Gegenbandseite (rechts).
Restrisiken durch die alleinige sensorische Absicherung auf der Bandseite (links) und Restrisiken durch die alleinige sensorische Absicherung auf der Gegenbandseite (rechts).

Türen

17. January 2022 | Teilen auf:

Restrisiken vermeiden

Sowohl neue als auch bestehende kraftbetätigte Türen weisen Restrisiken auf, wenn diese allein durch Sensortechnik abgesichert werden. Der Errichter beziehungsweise die Servicefirma der Türanlage trägt dafür die Verantwortung. Mit dem „Fingerschutz“ von Athmer soll dieses Restrisiko verringert werden können. 

Die Schließkantensicherung an kraftbetätigten Türen ist ein sensibler Bereich. Fehler können schwerwiegende Folgen haben. Werden Türanlagen in öffentlichen Gebäuden von schutzbedürftigen Personen wie Kindern, älteren Personen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen begangen, sind daher hohe Absicherungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Um eine sichere, komfortable und barrierefreie Begehung und die Vermeidung von Quetsch- und Scherstellen an Türen sicherzustellen, sollten kraftbetätigte Türen nach der DIN EN 16005 abgesichert sein.

Um diese Nutzungssicherheit einer neuen Tür bewerten zu können, ist die Durchführung einer Risikobeurteilung durch den Errichter der Türanlage – idealerweise bereits bei der Planung – erforderlich. Im Bestand ist eine regelmäßige Beurteilung nach dem „Stand der Technik“ durch die Servicefirma unabdingbar. Demnach sind entsprechende Schutzeinrichtungen auszuwählen.

Grauzone durch alleinige Absicherung mit Sensorik

Die heute auf dem Markt erhältliche Sensortechnologie für Türen ist laut Athmer schon auf einem sehr hohen Sicherheitsniveau. Nichtsdestotrotz sollen aber auch solche Systeme Schwachstellen haben. So berge die alleinige Absicherung der Nebenschließkanten durch berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen / Sensorik Restrisiken und bietet damit keine vollständige Sicherheit. Daher sollten gerade in öffentlichen Bereichen zusätzliche mechanische Absicherungen zum Einsatz kommen.

Folgende Grauzonen und damit Quetsch- und Scherstellen sollen mit Sensorsystemen möglich sein:

  • Detektionsbereich hängt von der Installationshöhe und Positionierung auf dem Türblatt ab: Sensoren wirken schräg seitlich nach unten, so dass im oberen Bereich der Nebenschließkante eine Grauzone bestehen kann und damit keine normkonforme Absicherung der Tür gem. DIN EN 16005 erfolgt.
  • Grauzonen hinter Panikbeschlägen und aufgesetzten Bändern: Sensoren können nicht hinter diese Beschläge wirken.
  • Voreingestellte oder wählbare Grauzonen, um Störungen zu vermeiden: können weiter bestehen, wenn sie nicht feinjustiert werden.
  • Hinterfassen des Sensorschleiers: seitlicher Eingriff hinter den Sensorschleier ist möglich, gerade bei geöffneter Tür auf der Gegenbandseite (zum Beispiel Quergang zur Tür, Fassadensituation). Bei hochfrequentierten Türen, erhöhter Türgeschwindigkeit und dicken Profilen vergrößert sich diese Grauzone.
  • Störanfälligkeit von Sensoren: je nach Umgebungsbedingungen können Sensoren störanfällig sein, daher sollten Rauch, Nebel, Staub und Feuchtigkeit im Erfassungs-feld vermieden werden.

Metallbauer kann Fingerklemmschutz montieren

Der Athmer „Fingerschutz NR-32 Uni-Safe“ mit zusätzlichem Rammschutzelement an kraftbetätigter Tür im Gastronomiebereich. (Quelle: Athmer)

Auch Antriebs- und Sensorikhersteller weisen darauf hin, dass Restrisiken bei der alleinigen Verwendung von Sensoren bestehen. Insbesondere, wenn schutzbedürftige Personen Türen nutzen, bieten kraftbetätigte Türen mit zusätzlichem mechanischem Schutz mehr Sicherheit. Zudem bestätigen Prüfinstitute, dass im Falle einer hohen Wahrscheinlichkeit des Erfassens von Fingern, eine Kombination von sensorischer und mechanischer Absicherung in Betracht zu ziehen ist.

Der „Fingerschutz“ von Athmer sei hier die Ergänzung zu den im Markt gebräuchlichen Türsensoriken, um gemäß EN 16005 Restrisiken an der Nebenschließkante bis zwei Meter zu reduzieren. Bestenfalls stimmen sich hier der Metallbauer und Automatikspezialist ab, wer den Fingerschutz montiert. Damit sind alle Beteiligten auf der sicheren Seite – der Installateur beziehungsweise die Servicefirma des Antriebes, der Gebäudebetreiber und nicht zuletzt der Nutzer.

Sichere Türen bieten

Die Vorteile vom „Fingerschutz“ in Kombination mit Sensoren an kraftbetätigten Türen zur Absicherung der Nebenschließkanten liegen auf der Hand, denn das Produkt sei:

  • immer aktiv und bietet eine verbesserte Türspaltabdeckung,
  • sichtbare und damit kontrollierbare Sicherheit,
  • eine kostengünstige Lösung für Sensorrisiken und zudem störungs- & wartungsfrei, mit langer Lebensdauer,
  • problemlos an Feuer- und Rauchschutztüren nachrüstbar, da werksseitig mit Systemanbietern und Türenwerken geprüft,
  • universell einsetzbar für alle Türen und bei extremen Umgebungsbedingungen wie Staub, Schmutz, Kälte, Wärm und Feuchtigkeit.

Ideal für die zusätzliche Absicherung von kraftbetätigten Türen sei das Fingerschutzrollo „NR-32 Uni-Safe“. Darüber hinaus biete Athmer zu jedem Türband das passende Schutzprofil.

zuletzt editiert am 26.04.2022